Reinhard Kautz

Reinhard Kautz

Porträt – Mein Freund und Mentor

Seit über sechs Jahrzehnten widmet sich mein Mentor der Gewalt- und Kriminalprävention – als Ermittler, Ausbilder, Entwickler, Impulsgeber und Wegbereiter. Sein Weg begann 1962 als Polizeibeamter und führte ihn über zahlreiche Schlüsselpositionen zu einem der prägenden Experten in Deutschland.

Als Kriminalhauptkommissar arbeitete er viele Jahre in der deliktorientierten Verbrechensbekämpfung, insbesondere im Bereich wirtschaftsbezogener Mitarbeiterdelikte. Parallel dazu bildete er sich im sozialwissenschaftlichen und pädagogischen Dienst der Berliner Polizei weiter und wirkte dort als Verhaltenstrainer.

Ein entscheidender Meilenstein war seine Tätigkeit im Landeskriminalamt Berlin, Referat Vorbeugung & Beratung. Hier entwickelte er verhaltensorientierte Ansätze der Gewalt- und Kriminalprävention weiter und leitete Seminare, Trainings und Fachveranstaltungen für Menschen in besonders herausfordernden beruflichen Situationen.

Impulse, die Geschichte geschrieben haben

1992 initiierte und leitete er das Anti-Gewalt-Projekt der Berliner Polizei – ein Programm, das bundesweit Maßstäbe setzte.
Insgesamt erreichte er mit Veranstaltungen zur Förderung von Zivilcourage über 37.000 Erwachsene und Jugendliche.
Sein Ansatz war klar: Gewaltprävention ist kein rein technisches oder taktisches Thema – sondern eine Frage von Haltung, Bewusstsein, Wahrnehmung und sozialer Kompetenz.

Für seine außergewöhnlichen Leistungen wurde er mehrfach geehrt, unter anderem mit:

  • Bundespräventionspreis 1995

  • Bundesverdienstkreuz 1999

Zudem veröffentlichte er das Buch
„Handeln statt wegsehen – Wie wir uns und andere vor Gewalt im Alltag schützen“
(Knaur, 1997).

Freiberufliche Tätigkeit seit 2004

Nach seinem Ausscheiden aus dem Polizeidienst ist er bis heute als Seminarleiter, Trainer und Experte in der Gewalt- und Kriminalprävention tätig – für öffentliche Träger, Unternehmen, soziale Einrichtungen und Sicherheitsbereiche. Seine Arbeit umfasst u. a.:

  • Mineralölkonzerne / Tankstellenbereich
    (Raubüberfälle, Diebstahl, Mitarbeiterdelikte, Aggressionsdelikte)

  • Telekommunikationsunternehmen
    (Raubüberfälle, Kundenaggression, Prävention im Verkauf)

  • Landratsämter / Ordnungsdienste
    (Umgang mit aggressivem Publikum im Innen- und Außendienst)

  • Verwaltungsakademie Berlin
    (Schulungen für Bürgerämter & öffentliche Dienstleistungen)

  • Industrie- und Handelskammer Berlin
    (Deeskalation im Veranstaltungsschutz)

  • Auswärtiges Amt / Diplomatenschule Bonn
    (Aggressions- & Gewaltprävention im Auslandseinsatz)

  • Krankenhäuser & psychiatrische Einrichtungen
    (Aggressive Patienten, Angehörige, Sucht- & Beschaffungskriminalität)

  • ÖPNV & Verkehrsunternehmen
    (Sicherheitstrainings für Fahrpersonal und Kontrolleure)

Seine Erfahrung ist bemerkenswert breit – von sicherheitsrelevanten Berufsfeldern über psychosoziale Bereiche bis zu Einrichtungen der Wirtschaft. Allen Einsätzen ist eines gemeinsam:
Der Mensch steht im Mittelpunkt. Und die Haltung, Verantwortung für sich selbst und für andere zu übernehmen.

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